TIPPS
11.04.2018
Innenausstattung

10 Faktoren, die den Wert Ihres Fahrzeugs beeinflussen

Was ist mein Wagen eigentlich noch wert? Diese Frage stellt sich wohl jeder Autofahrer hin und wieder. Schließlich stellt der Verkaufserlös oftmals einen Teil der Finanzierung des neuen Autos dar. Wenn Sie den Wert Ihres Fahrzeugs ermitteln möchten, sollten Sie eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Das Gute: Sie können als Autobesitzer aktiv etwas für einen guten Marktwert tun.

Was ist mein Wagen eigentlich noch wert? Diese Frage stellt sich wohl jeder Autofahrer hin und wieder. Schließlich stellt der Verkaufserlös oftmals einen Teil der Finanzierung des neuen Autos dar. Wenn Sie den Wert Ihres Fahrzeugs ermitteln möchten, sollten Sie eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Das Gute: Sie können als Autobesitzer aktiv etwas für einen guten Marktwert tun.

 

Faktor 1: am Baujahr kommt keiner vorbei

Ein 10 Jahre altes Fahrzeug ist in den meisten Fällen weniger wert als ein Wagen, der erst seit zwei oder drei Jahren über die Straße rollt. In limitierter Anzahl produzierte Sondermodelle können aber auch nach 10 Jahren noch einen ordentlichen Zeitwert aufweisen. Einige Youngtimer erzielen selbst bei hoher Laufleistung einen guten Marktpreis. In die Kategorie Youngtimer fallen Fahrzeuge, deren Baujahr 20 bis 30 Jahre zurückliegt. Als Oldtimer gelten in Österreich Fahrzeuge, die mehr als 30 Jahre auf dem Buckel haben und als erhaltungswürdig gelten. Für gepflegte historische Klassiker werden bisweilen hohe Preise gezahlt. Für den erst einige Jahre alten Kompaktwagen gilt das leider nicht. Wer den Wert des eigenen Autos ermitteln will, muss auch bei bester Pflege in der Regel von einem abnehmenden Marktwert ausgehen.

 

Faktor 2: Gepflegte Garagenfahrzeuge sind begehrt

Privat genutzte Personenkraftwagen stehen die meiste Zeit auf der Straße oder in der Garage. Bei einer Unterbringung in einer Garage liegen weniger Korrosionsschäden vor, und auch der Lack präsentiert sich in einem besseren Zustand. Viele Autoankäufer fragen gezielt nach, ob es sich bei einem Wagen um einen "Laternenparker" oder ein Garagenfahrzeug handelt. Wollen Sie den Wert Ihres Fahrzeugs ermitteln, beachten Sie also die Art der Unterbringung.

 

Faktor 3: Kilometerfresser haben es nicht leicht

Der Einfluss der Laufleistung auf den Zeitwert ist offensichtlich. Je mehr Kilometer ein Wagen hinter sich hat, desto intensiver wurden Motor, Antriebsstrang und Fahrwerk strapaziert. Auch wenn bereits der zweite Motor seinen Dienst im Fahrzeug tut, bleibt das Risiko, dass andere Fahrzeugkomponenten durch altersbedingten Verschleiß demnächst ausfallen. In den letzten Jahren haben die Betrügereien mit manipulierten Kilometerzählern leider zugenommen. Viele Autokäufer vertrauen der Kilometerstandsanzeige im Cockpit nur noch bedingt und inspizieren lieber den Gesamtzustand des Fahrzeugs um die Kilometerleistung abzuschätzen.

Wichtig für Sie um den Wert Ihres Autos einschätzen zu können: Eine hohe Anzahl an Kurzfahrten bei kalten Temperaturen führt zu einem ähnlichen Verschleiß wie lange Autobahnfahrten im Sommer.

 

Faktor 4: wenige Vorbesitzer und gute Scheckheftpflege

Dokumentieren Sie alle planmäßigen und außerplanmäßigen Inspektionen Ihres Wagens ordentlich! Der gute Eindruck, den eine vollständige oder zumindest überwiegende Einhaltung der Serviceintervalle hinterlässt, schlägt sich direkt im Zeitwert nieder. Um den Wert eines Fahrzeugs zu ermitteln, ist eine Auflistung aller Services hilfreich. Routinemäßige Inspektionen beugen kostenträchtige Schäden am Fahrzeug vor. Sie hinterlassen beim Kaufinteressenten aber auch den Eindruck, dass sich der aktuelle Besitzer um sein Fahrzeug kümmert - was nicht unbedingt für vorangegangene Besitzer gilt. Je weniger Vorbesitzer also ein Auto hatte, desto besser ist das für seinen Wert.

 

Faktor 5: Auch auf die Optik kommt es an

Trends kommen und gehen - das gilt auch für die Autofarbe. Im Laufe der Jahre ändert sich die Vorliebe der Käufer für bestimmte Lackfarben. Wenn Sie den Wert Ihres Fahrzeugs ermitteln wollen, sollten Sie auch aktuelle Farbtrends berücksichtigen. Für Sie als Autobesitzer ist dieser Aspekt kaum beeinflussbar, es sei denn, Sie investieren vor dem Verkauf in eine teure Neulackierung. Das lohnt sich in den seltensten Fällen.
Generell sind Autos in neutralen oder gedeckten Farben besser verkäuflich als in grellen Farbtönen lackierte Wagen. Eine Ausnahme stellen Sportwagen dar.

 

Faktor 6: Verschleiß und technischer Zustand

Einige technische Mängel machen sich im Fahrbetrieb direkt bemerkbar. Der Autofahrer weiß, ob sein Fahrzeug eine schwergängige Kupplung hat oder Schwierigkeiten beim Kaltstart. Wenn Sie etwaige Mängel vor dem Verkauf des Fahrzeugs beseitigen, können Sie einen höheren Verkaufspreis erwarten. Der allgemeine Fahrzeugverschleiß und die voraussichtliche Lebensdauer wichtiger Teile ist schwerer zu beurteilen.
Um den aktuellen Wert Ihres Fahrzeugs zu ermitteln, ziehen Sie am besten die Eurotax Fahrzeugbewertung heran. Für eine noch bessere Einschätzung des Fahrzeugwerts empfiehlt sich die Inspektion des Fahrzeugs durch einen Sachverständigen.

 

Faktor 7: Das böse Wort Unfallwagen

Ein Unfall ist immer ärgerlich und beeinträchtigt je nach Schadensausmaß auch den Fahrzeugwert. Wie hoch der Abschlag auf den Zeitwert genau ist, lässt sich vom Laien kaum beurteilen. Handelt es sich um mehr als einen Bagatellschaden, hilft ein Vergleich mit einem ähnlich demolierten Fahrzeug in einer der Restwertbörsen im Internet. Hier finden Sie zumindest einen groben Richtwert. Die meisten Karambolagen gehen zum Glück glimpflich aus. Wurde das Fahrzeug nur leicht beschädigt und wieder fachmännisch instandgesetzt, bleibt der Einfluss auf den Verkaufspreis gering.

 

Faktor 8: Eindruck schinden lohnt sich

Der erste Eindruck zählt - das gilt auch beim Auto. Eine mehr oder weniger gepflegte Erscheinung des Wagens nimmt auch Einfluss auf den Wert. Bei regelmäßiger Fahrzeugwäsche und Politur profitiert der Autobesitzer von lang anhaltendem Lackglanz. Auch auf den Zustand der Felgen ist zu achten, da die Räder einen großen Anteil der Fahrzeugsilhouette ausmachen. Verkratzte und vergraute Leichtmetallfelgen lassen sich wieder aufbereiten. Bei beschädigten Radzierblenden lohnt sich angesichts des geringen Preises keine Reparatur - sie sollten gegen neue Radkappen ausgetauscht werden. Kleine Kratzer und von Parkremplern oder Steinschlag her rührende Dellen sind ärgerlich. Zur Beseitigung bieten sich kostengünstige Smart Repair Methoden an. Denn auch noch so kleine optische Macken beeinflussen den Fahrzeugwert negativ.

 

Faktor 9: Ausstattung und Zubehör

Die Ausstattung eines Fahrzeugs kann zu einem hohen Zeitwert beitragen. Eine Klimaanlage oder Klimaautomatik wertet jedes Fahrzeug auf - sofern sie einwandfrei funktioniert. Bei vernachlässigter Wartung sind Klimageräte anfällig für Störungen und geben unangenehme Gerüche von sich. Zum Zeitpunkt des Verkaufs kann dieser Umstand bei einer Probefahrt negativ ins Gewicht fallen. Auch bei anderen Komfort- und Sicherheitsfeatures ist eine Steigerung des Marktwerts nur zu erwarten, wenn sie in einwandfreiem Zustand sind.

 

Faktor 10: Regionale Unterschiede  

Bei der Wertermittlung des eigenen Fahrzeugs spielt das Einzugsgebiet eine große Rolle. Bewohner einer Großstadt bevorzugen andere Fahrzeugtypen und Fahrzeugmarken als Autofahrer in ländlichen Gegenden. Wer ein wintertaugliches und kletterfreudiges Auto braucht, sucht oft gezielt nach einem Wagen mit Allradantrieb. Andere Autofahrer legen hauptsächlich Kurzstrecken in der Fläche zurück und bevorzugen einen sparsamen Kompaktwagen. Den besten Überblick zur aktuellen Marktlage hat ein Autohändler, der bereits viele Jahre ansässig ist und über ein großes Einzugsgebiet verfügt. Die unverbindliche Beratung durch ein Autohaus ist daher zu empfehlen.